Würzburg

Professionalisierung und Digitalisierung des Leerstands- und Ansiedlungsmanagements

Deutschlandkarte Würzburg markiert mit Zeichnung der Würzburger Residenz
© Nadine Hoffmann | www.nh-visuals.com

Christian Schuchardt

Oberbürgermeister der Stadt Würzburg

„Jede Stadt ist individuell, hat ihre eigenen, spezifischen Voraussetzungen und Herausforderungen. Trotzdem begegnen wir alle den immer gleichen Themen. Das Thema Leerstands- und Ansiedlungsmanagement ist, sicherlich noch einmal forciert durch die Coronapandemie der vergangenen Monate, eine der Zukunftsherausforderungen unserer Städte. Wir freuen uns daher auf den Austausch mit den weiteren Städten innerhalb des Konsortiums, um so den vielfältigen Möglichkeiten eines aktiven Leerstands- und Ansiedlungsmanagements in unterschiedlichen Stadtlaboren einen Platz zum Experimentieren und zum Ausprobieren zu geben.“

Porträt Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg

Wieso wurde sich für einen Teilnahme am Projekt entschieden?

In einem Konsortium von insgesamt 14 Modellstädten ist Würzburg Experimentier- und Vorbildstadt zu gleich. So unterschiedlich die Voraussetzungen in den 14 Modellstädten sind, so eint sie die Notwendigkeit einer Professionalisierung und Digitalisierung des Leerstands- und Ansiedlungsmanagements. Nicht zuletzt durch die Coronapandemie hat das Thema Leerstand und Ansiedlung eine große Dynamik bekommen und ist für unsere Innenstädte sowie die Stadtteilzentren eine der wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Im Rahmen des Projektes haben wir die Möglichkeit, neue Methoden auszuprobieren und nachhaltige Strukturen für eine resiliente und attraktive Stadt aufzubauen.

Was sind die größten Herausforderungen vor Ort in Bezug auf Leerstands- und Ansiedlungsmanagement?

Würzburg ist Regiopole und Handels-, Kultur- sowie Dienstleistungszentrum in Mainfranken. Die weite, überörtliche Versorgungsfunktion ist auch anhand des vielfältigen Einzelhandelsangebots in der Stadt sichtbar. Um diesem Anspruch der Versorgung auch in Zukunft gerecht werden zu können, müssen alle Stakeholder privater und wirtschaftlicher Natur an einen Tisch gebracht werden.

Mainkai mit Blick auf Festung Marienberg
© Würzburg

Woran arbeitet die Modellstadt im Projekt aktuell konkret?

Die Ausweitung der Datengrundlagen sehen wir als einen wichtigen Baustein im Rahmen des Projektes an. So sollen weitere Systeme der Frequenzmessung im Stadtgebiet installiert werden. Diese und weitere Daten sollen dann für die Bürger:innen auf unserem städtischen Geostadtplan einsehbar und nutzbar sein.

Welche Best Practices zur Vitalisierung gibt es schon vor Ort? Welche Erfahrungen wurden hierbei gemacht?

Schon seit 2016 bietet die Stadt Würzburg in leer gefallen Einzelhandelsflächen Co-Working-Plätze für Neugründer:innen an. Durch attraktive Mietkonditionen sowie kurze Laufzeiten und angemessenen Mietzinsen können Jung- und Neugründer:innen aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen „Schreibtische“ und somit Arbeitsplätze zum „Ausprobieren“ ihrer Geschäftsidee nutzen.

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Leerstand auflösen, Standorte gestalten

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