Nürnberg

Gemeinsam mit anderen Städten und Expert:innen die Zukunft unserer Innenstädte gestalten

Deutschlandkarte Nürnberg markiert mit Zeichnung der Kaiserburg
© Nadine Hofstetter | www.nh-visuals.com

Marcus König

Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

„Auch wenn sich Leerstände bei uns bislang in Grenzen halten, erhoffe ich mir von dem Projekt Lösungsansätze, wie wir mit Hilfe kluger digitaler Anwendungen einen umfassenden und stets aktuellen Überblick über leerstehende Immobilien erhalten. Damit stärken und unterstützen wir die vielen innovativen Innenstadtprojekte, die derzeit im Rahmen der ‚Nürnberger City Werkstatt‘ gemeinsam von Stadt und Industrie- und Handelskammer vorangetrieben werden.“

Porträt Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Wieso wurde sich für eine Teilnahme am Projekt entschieden und was sind die größten Herausforderungen vor Ort in Bezug auf Leerstand- und Ansiedlungsmanagement?

Die Wirtschaftsförderung Nürnberg setzt sich schon seit langem für die Gestaltung einer multifunktionalen Nürnberger Innenstadt und der Stadtteile ein. Neben der Betreuung des Einzelhandels und der gastronomischen Betriebe ist sie Ansprechpartnerin für Anliegen des Tourismus, der Hotellerie und des Kongresswesens. Das City Management der Wirtschaftsförderung Nürnberg dient dabei nicht nur als Türöffner zur Stadtverwaltung für die verschiedenen Akteurinnen und Akteure, sondern nimmt sich auch vieler Themen an, die der Belebung und Attraktivitätssteigerung der Nürnberger Innenstadt und der Stadtteile dienen.

Zu diesen Themen gehört auch ein Leerstands- und Ansiedlungsmanagement, welches die Entwicklung der Zentren zu multifunktionalen und pulsierenden Orten unterstützt. Gerade weil sich die Leerstände in der Nürnberger Innenstadt in Grenzen halten, ist ein erfolgreiches Leerstands- und Ansiedlungsmanagement eine besondere Herausforderung; zum einen muss die Stadtverwaltung einen stets aktuellen Überblick über oftmals schnelllebige Veränderungen in den Immobilien haben, zum anderen hat sie es in den begehrten Lagen besonders schwer, Immobilieneigentümer:innen auch mal für alternative Nutzungen, wie Pop-up-Stores und andere alternative Mietformen, zu gewinnen.

Im Stadtlabore-Projekt wird gemeinsam mit dem IFH KÖLN, den anderen Modellstädten und den externen Dienstleistungsunternehmen genau an diesen Herausforderungen gearbeitet. Nürnberg profitiert dabei besonders vom experimentellen Charakter des Projekts, der viel Raum für die individuellen Ausgangssituationen und Problemlagen der Städte lässt, sowie vom engen Austausch mit allen Beteiligten.

Tiergärtnertorplatz bei Nacht
Tiergärtnertorplatz bei Nacht © Steffen Oliver Riese
Shopping in der Nürnberger Fußgängerzone
Shopping in der Nürnberger Fußgängerzone © Uwe Niklas

Woran arbeitet die Modellstadt im Projekt aktuell konkret?

Derzeit wird durch ein externes Büro eine Kartierung der Geschäftslagen in der Innenstadt als Grundlage für das Leerstands- und Ansiedlungsmanagement vorgenommen. Außerdem sind zwei Workshops mit den verschiedenen Immobilienakteur:innen geplant, um einen intensiven Austausch über die zukünftigen Nutzungen der Geschäftslagen anzustoßen.

Die Wirtschaftsförderung Nürnberg erhofft sich von dem Projekt anhand der Innenstadt zu lernen, wie auf Basis einer stets aktuellen digitalen Datengrundlage das Leerstands- und Ansiedlungsmanagement zukünftig auch in den anderen Zentren oder den Gewerbegebieten der Stadt funktionieren kann.

Welche Best Practices zur Vitalisierung gibt es schon vor Ort? Welche Erfahrungen wurden hierbei gemacht?

Auch abseits des Stadtlabore-Projekts ist seit Beginn der Corona-Pandemie der Fokus stark auf die Innenstädte gerichtet worden, so wurden die Innenstadtaktivitäten der Wirtschaftsförderung Nürnberg kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Wichtigster Baustein ist die Nürnberger City Werkstatt, eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftsförderung Nürnberg und der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, die im Dezember 2020 ins Leben gerufen wurde. Die City Werkstatt hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Innenstadtakteur:innen einen organisatorischen und kommunikativen Rahmen zu bieten, um unkompliziert Projekte umzusetzen, die auf eine Steigerung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität, eine Erhöhung der Convenience oder die Generierung von Innovationen abzielen. Neben der starken Ausrichtung auf die Community steht hier der experimentelle Charakter im Vordergrund. Ergänzt wird dieses Portfolio durch das City Marketing der Congress- und Tourismus-Zentrale und die Handels- und Gewerbevereine als Kümmerer vor Ort.

Pop-up-Store in der Breiten Gasse Nürnberg
Pop-up-Store in der Breiten Gasse Nürnberg © Wirtschaftsförderung Nürnberg

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